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"Ode" im Deutschen Theater Foto: Arno Declair

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Der Kaiser von Kalifornien, Volksbühne Eisenach hätte seinen Zuschauer*innen mehr zutrauen sollen. Weniger Theaterdonner und mehr Theatererzählung, weniger Theorie und mehr Geschichten hätten den Abend und seine Fragestellungen noch interessanter und gewinnbringender gemacht.

Ode, DT Thomas Melle hat ein Auftragswerk für das Deutsche Theater geschrieben. In ihm verhandelt er viele spannende Fragen, die genau den Nerv der Zeit treffen. Was darf die Kunst? Wen repräsentiert sie? Was sind die Tabus, die auch die Kunst nicht anfassen darf? Wer darf Kunst machen? Wer die Regeln und Themen bestimmen? Wie werden Identitäten konstruiert? Dürfen erst, wenn alle mitmachen dürfen, auch alle Themen verhandelt werden? Wie können Machtstrukturen angemessen thematisiert werden, ohne sie zu verfestigen? (Foto: Arno Declair)

Futureland, Gorki Und so ergibt sich eine ganz neue Aussage: Das System hat schon auf die Jugendlichen abgefärbt, dass auch sie nur noch Figuren in dem Verwaltungssystem von Futureland sind. Selbst der Spaß an den kleinen Fluchten im Spiel scheint mittlerweile eingeschränkt. Das macht Arias Ansatz eher noch berührender.

Alles was wir haben, Theater im Delphi Dank der hervorragenden Schauspieler wurde die anspruchsvolle Textgrundlage aus Monologen zu einer scharfen, eindringlichen Analyse der verzweifelten Gemütslage einer Generation, der einerseits alle Wege offen zu stehen scheinen und die sich andererseits mit dem möglichen baldigen Ende der bisher bekannten Welt konfrontiert sieht.

New Growth, Ballhaus Naunynstraße Nedsreal spielt in ihrer Performance "New Growth" im Ballhaus Naunynstraße geschickt mit Requisiten, die die Fantasie im Kopf der Zuschauer*innen in Gang setzen. Sie durchwandert mit leicht ironischem Unterton die verschiedenen Erwartungshaltungen der Umwelt, der Gesellschaft, der Traditionen, aber auch des Selbstbildes, unterläuft sie gekonnt und überrascht mit immer neuen Bildern. (ęZé de Paiva)