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*innen Stadt, Thalia Die charmante Art der Museumsführerin, die die Fortsetzung der Filme auf die Bühne verlängerte, indem sie zwischen ihnen in deren Kostümen deren Gedanken direkt mit dem Publikum weiterspann, machte den Abend unter der Regie von Katharina Arkit und Nadin Schumacher zu einer insgesamt intelligenten und unterhaltsamen Performance. Sie ermöglichte den Blickwechsel und zwar auf vielfältige Weise, indem sie alle Kanäle für die Neuaufnahme nutzte und so selbst trockene Texte zu laufenden Bildern werden ließ.

Transit, Thalia Wo der Film „Casablanca“ mit einer ähnlichen Themengrundlage voll auf romantisierende Gefühle setzte, konzentriert sich Koohestani auf die Analyse der systemischen Umstände.

Pieces of a woman, Thalia Dank der herausragenden Schauspielrinnen allen voran der Hauptdarstellerin Justyna Wasilewska geht dieses Konzept auf. Eindrucksvoll, ausdruckstark, vereinnahmend und mitnehmend ist dieser Abend und tief bewegt verlässt man das Theater.(Foto: Natalia Kabanow)

Ellbogen, Thalia Vor der Häuschenreihe mit den größtenteils heruntergelassenen Rollläden, die eher an Mannheim als an Berlin erinnert, erzählen sie von ihrer Lebensgier, die hart auf die Wirklichkeit aufprallt, die ihnen überall geschlossene Türen in den Weg stellt.

Ziegenkäse in Streichholzschachteln, Thalia Doch damit gibt sich der Autor Nail Dogan in seinem Stück „Ziegenkäse in Streichholzschachteln“ zum Glück nicht zufrieden. Unter der Regie von Samieh Jabbarin mutet das Kollektiv „All das“ dem Publikum nicht geringes als Kunst zu. Zu Recht.

Shockheaded Peter, Thalia Sie geben der fragwürdigen Originalvorlage eine solche Doppelbödigkeit, Wildheit, Aufmüpfigkeit und Traurigkeit, dass der Abend an Tiefe gewinnt. Sie schaffen es, dass er gekonnt zwischen Satire, Tragik und Spaß changiert.

"R-Faktor. Das Unfassbare", Thalia Deshalb wählt dieser Abend trotz aller glitzernden Showfassade deutliche Worte. Und scheut sich nicht pure Aufklärung zu betreiben, auch auf die Gefahr hin belehrend zu wirken. Dem Theaterpublikum muss und soll die Augen geöffnet werden.

Blick von der Brücke, Thalia Regisseur Hakan Savas Mican liest Arthur Millers Theaterstück von 1955 als eine immer noch höchst aktuelle Geschichte über die Sehnsüchte, Enttäuschungen, Entbehrungen und Kompensationsbemühungen von Migranten auf aller Welt. (Foto: Krafft Angerer)

Grm Brainfuck, Thalia So versteht man als Zuschauer:in zwar sehr gut, was dieser Abend aussagen will, hat aber kaum Chance sich in diese Erlebniswelt einzufühlen. Und genau das hätte diese Arbeit erst zu der Eindrücklichkeit verholfen, die sein Themenspektrum verdient hätte.

Network, Thalia Regisseur Jan Bosse hat all diese Charaktere auf der Drehbühne wunderbar in Szene gesetzt. Sie werden von dem exzellenten Thaliaensemble gleichzeitig herrlich überzogen und geschickt analysiert, dass man nur begeistert ausrufen kann: Das ist genau das, wofür man früher ins Theater gegangen ist. Hier ist an nichts gespart worden. Alles wie in den guten alten Zeiten auf höchsten Thaliastandard:

Vögel - Thalia Regisseur Hakan Savas Mican versucht sein Möglichstes, um diese Melodramatik herunter zu kühlen. Seine Bühne ist völlig leer. Die beiden Musiker am Rande der Bühne helfen mit ihren nicht nur musikalischen Kommentaren, das allzu Bedeutungsschwangere ironisch zu unterfüttern.

Andares, Thalia "Andares" zeigt: Ihre Kulturen verfügen über ein reichhaltiges kulturelles Erbe und sie sind bedroht. Ihrem droht die Auslöschung. Eine Mafia des Kapitals und der Politik verdrängt ihre Lebensweise. Der Abend ist ein Plädoyer für eine Würdigung dieses Schatzes an kulturellen Traditionen, die im westlichen Kontext viel zu selten zu sehen sind.

Arctic, Thalia Alles toll gespielt und handwerklich hervorragend umgesetzt. Ein Effekt jagt den nächsten. Man könnte die tatsächlichen Hintergründe fast vergessen. Das ist Theater ohne bildungsbürgerliche Attitüden, aber mit einer Botschaft.

Die Verlobung in St. Domingo. Ein Widerspruch Die Zusammenarbeit dieses Künstlerteams aus Autor, Regisseur, Musiker, Bühnenbildner und Darsteller/Innen macht diese Inszenierung zu tollen Arbeit, die zeigt, wie ein heutigen Umgang mit Klassikern diese in die Jetztzeit katapultieren kann. Das ist junges, spritziges, zeitgemäßes und anspruchvolles Theater, dass auch in Hamburg neue Zuschauerschichten ins Theater ziehen könnte.

Homerun, Thalia El-Kurdi führt ohne jeden moralisierenden Unterton durch seinen musikalischen (Live-Musik: El-Kurdi und Maria Rothfuchs) Dia-Abend. Er liefert damit mehr als einen unverkrampften Beweis dafür, wie selbstverständlich diese Art der Grenzverletzung sein sollte. Diese kleine Show sollte Pflichtprogramm in jedem Klassenzimmer sein.

Amarillo, Thalia Ein vor Kreativität sprühendes Werk, das eher beschreibt als anklagt. Eine kluge Inszenierung, die einfühlen lässt ohne direkt politisch Position beziehen zu wollen. Die das aber sehr wohl dem Zuschauer nach dem Stück zutraut.

Orest in Mossul, Thalia Rau beschränkt sich darauf, die Stadt nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Er lässt die Bilder einer Stadt sprechen, die bis zur Befreiung in aller Munde war und die danach kaum noch in den Medien vorkommt. Deren Probleme aber immer noch virulent sind. Er hütet sich vor Schuldzuweisungen, vor Ratschlägen oder vor Lösungen. Das mag man seiner Arbeit ankreiden oder es gerade für ihren Verdienst halten.

Farm fatale, Thalia Quesne zeigt die Folgen der Zerstörung durch die Gier der Menschen, doch auf eine so vergnügliche Art, dass sich das Entsetzen darüber in Grenzen hält.

Mind the gap, Thalia Vierzehn Zuschauer sind Zeuge des Selbstgespräches, das Mary (Marina Wandruszka) in dem engen, aber hohen, hohen Raum mit ihrem Mann führt.

Reverse Colonialism!, Thalia Diese Inszenierung wagt einen risikoreichen Drahtseilakt, da Reaktionen der Zuschauer/Innen nicht nur provoziert sondern einfordert werden. Sie glückt, weil er selbst als geschickt ausbalancierender Moderator neben den drei selbstbewusst, selbstironisch und souverän auftretenden Performer auf der Bühne agiert und die Show stets am Laufen hält. Zur Not mit ein paar schwungvollen Tanzeinlagen! Ein interessanter, anregender und innovativer Theaterabend anlässlich der Lessingtage!

Hereroland, Thalia Dabei gelingt es den beiden Regisseuren mit ihrem jungen Ensemble einen Austausch zu inszenieren, der sich jenseits von Aufrechnung, Anklage und Vergeltung bewegt. Dieser Abend fordert auf informative und spielfreudige Art die Auseinandersetzung mit dem lange verdrängten Thema der kolonialen Vergangenheit Deutschlands heraus.

"Die Nacht der von Neil Young Getöteten", Thalia Es entspinnt sich während dieses zweistündigen Zusammenkunft eine bezwingende meditative Stimmung, die Sebastain Nübling hier auf so kongeniale Weise mit dem Thalia Ensemble inszeniert hat, dass man als ein weiterer Fan die Aufführung verlässt.

Liliom, Thalia Ein wunderbar poetischer, toll gespielter und geschickt aktualisierter Theaterabend, der nach der Premiere bei den Salzburger Festspielen nun auch im Thalia zu sehen ist.

Liliom, Thalia Ein wunderbar poetischer, toll gespielter und geschickt aktualisierter Theaterabend, der nach der Premiere bei den Salzburger Festspielen nun auch im Thalia zu sehen ist.

Die Katze und der General, Thalia Theater Steckel setzt nicht auf bloße Spannung, sondern nimmt sich Zeit für die Hintergründe. Passend dazu gewinnt auch das Bühnenbild im Verlauf des Abends erst wie seine Figuren an Komplexität. Je mehr Farbmarkierungen sich auf den schwarzen Wänden befinden, desto mehr verdichtetet sich auch die Handlung.

Georg Elser, Thalia Der Schauspieler Jens Harzer und der Autor Helmut Butzmann haben im Thalia Theater weiter an ihrem "mobilen Denkmal" für diesen unbekannten Widerstandskämpfer gebaut. Harzer las dazu aus den Verhörprotokollen der Gestapo und Butzmann steuerte Informationen zur geschichtlichen Einordnung zu.

Maria, Thalia Ein starker Theaterabend über eine tolle junge Frau mit einer herausragenden Hauptdarstellerin inmitten eines starken Ensembles.

Der Boxer, TIG Wunderbar stimmig komponiert wie für ein großes Orchesterwerk. So klug verschränken sich die Figuren, ihre Bewegungen, ihre Äußerungen und ihre Geschichten, dass sie nicht nur für sich selbst sondern auch für ihre Zeit sprechen. Bei ihr sind die Rollen keine Klischeefiguren sondern echte vielschichtige Menschen.

Körber Studio Junge Regie 2019 Die Seigerproduktion ist "Peer Gynt" von Felix Krakau aus Frankfurt am Main

Besiegt am Feld des Lebens, Thalia Es wird ein Abend, der der tiefgründigen Absurdität, der überbordenden Fantasie und des hemmungslosen Spiels gewidmet ist. Endergebnis dank des wunderbaren Ensembles (Fabian Dämmich, Gustavs Edvards Gailus, Miguel Jachmann, Maximilian Kurth, Rosa Lembeck, Magdalena Lermer, Leonie Stäblein, Paula Weber) unter der geschickter Regie: Amüsement auf höchsten Niveau.

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