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Auto-Fiktion, DER STRUGGLE* SO REAL, Lichthof Wie geht Hochkultur und Autowerkstatt zusammen? Kann man zwischen Bremsstation und Schweißgerät Ballett tanzen? Im Werkzeugschrank liegt "Der kleine Unterschied" von Bourdieu, zwischen Hebebühne und Altölstation wird spontan eine Arie aus "Figaros Hochzeit" gesungen. Wenn Verena Brakonier in Ihrer Auto-Fiktion untersucht, wie die Herkunft die Bewegungsmuster einer Tänzerin prägt, bebildert sie mit leichter Hand den aktuellen Diskurs um Klassismus.

Mudra, Lichthof Wie Fan zusammen mit ihren überaus präsenten und ausdrucksstarken Tänzerinnen diese Brandbreite an Emotionen mit scheinbar minimalen Handgesten, die erst nach und nach von ihrem ganzen Körper Besitz ergreifen, zum Ausdruck bringen, ist beeindruckend. Dass die verschiebbare Wand als dritter Mitspieler dabei sowohl den Blick vernebelte, die Sicht erschwerte wie Durchgriffe erlaubte und doch mit einem Windhauch zu beseitigen war, bereicherte die Bildsprache um eine anspielungsreiche weitere Ebene. Ein Abend, der den Besuch im Lichthof lohnt

ALGORITHMIC BODIES , Lichthof Wie beeinflusst die Technologie die Körper? Können die Algorithmen dahinter mit ihnen verschmelzen oder beide Parts gar voneinander abhängig werden? Welcher Teil ist dabei der Auslöser, welcher der Folgende? Diesen Fragen stellt sich der Choreograph Marcelo Doño zusammen mit der Coderin Gloria Schulz in seiner Arbeit "Algorithmic Bodies" im Lichthof.

Der manipulierte Sex, Lichthof Reifenrath beginnt erst 20 Jahre nach seinem Tode mit seiner inszenierten Befragung. In fünf Kapiteln beleuchtet sie in ihrer Inszenierung sein Leben, sein Denken, seine Beziehung zu seinen Familienmitgliedern. Und die zu ihr. "Ich wollte euch von einem Mann erzählen, der voller Ideen steckte. Ich wollte euch nicht von einem Mann erzählen, der meiner Mutter Gewalt angetan hat." In dieser Dialektik steckt Reifenraths Vater-Tochter-Geschichte fest. (© Andre Reifenrath)

Die Brieffreundschaft, Lichthof Eines wird klar: Diese Frauen mögen alle brutale Taten verbrochen haben, doch sie sind Menschen wie die, die sie jetzt auf der Bühne vertreten und wie die, die in den Stuhlreihen davor sitzen. In einem Moment ihres Lebens haben sie etwas vermeintlich Unmenschliches getan oder vielleicht auch nur etwas allzu Menschliches. (Paula Reissig)

HeimatLost, Lichthof Jede Geste, jede Mimik, jeder Tonfall, jede Bewegung ist mit künstlerischem Bedacht gewählt und erfüllt punktgenau die dramaturgische Absicht. Yigitogullari hat unter der Regie von Serkan Salihoglu ein Gesamtkunstwerk aus Kostüme, Bühnenbild, Musik, Licht, Text und Schauspiel geschaffen, das beeindruckt und gefangen nimmt.

Citizenpark. Lichthof Denn eines ist ganz klar: die heutige Gesellschaftsstruktur, die Menschen auffordert, global zu denken, zu agieren, zu leben und zu arbeiten, will nicht zu den überkommenen Pass- und Mitbestimmungsregularien passen. Sie gehören dringend auf den Prüfstand. Das macht diese überzeugende Arbeit von Regisseur Serkan Salihoglu mehr als deutlich.

Perform, Lichthof Eine in jeder Hinsicht interessante Arbeit, nicht nur im Hinblick auf den gut recherchierten Inhalt, das kontrastierende Zusammenspiel der beiden Akteurinnen, sondern auch auf die präzise ausgewählten Mittel der Bewegungen, der Bilder und der Musik, die insgesamt Denkräume außerhalb des Gesehenen aufmachten.

Der Wald, Lichthof So gewinnt Steeb der Oper ganz neue Dimensionen ab, die sie plötzlich und unerwartet sehr aktuell und hochpolitisch werden lässt. Mit einem Werk um Jagdherren, Knechte, Bräute und eine Hexe gelingt ihr das Kunststück, den erstarkenden rechten Rand Deutschlands zu beleuchten. Und ein bisschen ergreift sie einen beim Zuschauen dann auch: die deutsche Angst, bzw. die Angst vor den Deutschen.

Tax for free, Lichthof Wenn das Rechtssystem von Vertretern desselben missbraucht wird, bricht sein Schutz weg und die Bürger*innen werden in den Boykott oder zur Selbsthilfe gedrängt. Damit die Menschen also nicht gezwungen zu „Kohlhaases“ zu werden, dürfen die rechtlichen Bestimmungen nicht durch ihre Umsetzung außer Kraft gesetzt werden. (AnjaBeutler.de)

Jesse James oder was der Kommunismus war, Lichthof "Der Real-Sozialismus ist nicht das, was ich mir unter dem Kommunismus vorstelle. Vielleicht brauchen wir einfach einen neuen Begriff?" Die Frage stellt Linda Jiayun Gao-Lenders am Ende des Abends in den virtuellen Raum. © Emma Szabo´

Nerven. Lichthof Angeregt durch Donna Haraway's Camille-Geschichten aus ihrem Buch "Unruhig Bleiben" ist der Choreographin Yolanda Morales mit "Nerven" eine hochsensible und enervierende Arbeit gelungen. (G2 Baraniak)

Killing in the name of , Lichthof Eine interessante, innovative Arbeit, die bewies, dass die Jury des Start-Off-Wettbewerbes eine gute Wahl getroffen hat, als sie Geugelin zur Siegerin 2019 erklärte und damit diese Produktion am Lichthof ermöglichte.

Max Empathy++, Lichthof Wie fühlt sich ein Clickworker der zukünftigen Arbeitswelt? Das wollte das Kollektiv OutOfTheBox, das an der Schnittstelle zwischen Mediendesign und Theater arbeitet, erlebbar machen.

We Present #14, Lichthof Die Choreografin Anna Semenova-Ganz und die Tänzerin Tatjana Tchizhikova erforschen in „The Striker“ den Wunsch einer Frau zu kämpfen.Selten wurden die psychologischen Voraussetzungen für einen Kampf so gnadenlos und so punktgenau analysiert. Eine nicht tänzerisch sondern auch intellektuell herausragende Arbeit.

Strandrecht, Lichthof Eine beeindruckende Arbeit, die zeigte, wie modernes Operntheater aussehen kann, das wagt, klassische Werke auf ihren immer noch aktuellen Kern zu untersuchen und in neuer Form auf die Bühne zu stellen. Ein Glück, wenn man wie Streeb dazu ein solch umfassend talentiertes Team zur Verfügung hat.

"Comment ça va, Nasara?", Lichthof Als Weiße einen Trip nach Afrika unternehmen. Das kann als wahrer Ego-Booster taugen. Hier kann sich die Reisende wunderbar anhand der internalisierten Klischees die eigene Überlegenheit bestätigen lassen und beruhigt wieder nach Hause fahren. Doch genau in diese Falle wollten Anna Kuch und Meera Theunert nicht tappen.

Prächtiger Vogel Leierschwanz, Lichthof Die Reihe "Stimme X" erlaubt genau das: "Stimme X" will das Musiktheater in einen ungewohnten Rahmen stellen. Opernklassiker hinterfragen, neue Formen suchen und individuelle Zugänge schaffen.

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