Hauptmann von Köpenick, Deutsches Theater Bosse gelingt eine Aktualisierung des Stoffes von Zuckmayer nicht zuletzt dank seines wunderbaren Hauptdarstellers. Dass er die meisten Menschen, denen er begegnet als Knallchargen des Bürokratie darstellt, erscheint nur konsequent. (Arno Declair)

Welche Zukunft? Let's them eat money, DT Auch wenn weder ein Theaterstück im klassischen Sinne mit ausgefeilter Dramenstruktur dabei herausgekommen ist noch Antworten gefunden worden sind, ist es ein Abend geworden, der die richtigen Fragen stellt und zum Weiterdenken anregt.

Vor Sonnenaufgang, DT Durch die schlichte Form, die Steckel für diese Vielzahl an kleinen Dramen wählt, gibt sie den Personen und dem Text genügend Raum zum Atmen. Keine Minute dieser zweieinhalb Stunden ist zu lang. Vielschichtiger Text, fokussierte Umsetzung, hervorragende Schauspieler, tolles Theater! (Foto: Arno Declair)

Der Besuch der alten Dame, DT Regisseur Bastian Kraft misstraut dem pädagogischen Zeigefinger der Geschichte, den sie heute ausstrahlt, macht aus ihr ein Comic-Show-Event und verkürzt sie auf neunzig Minuten.

Das Mädchen mit dem Fingerhut, DT So verstärkt er den Sog den Köhlmeiers einfacher Sprache und sachlicher Erzählweise nur noch und schafft es die Flüchtlingsgeschichte ganz aus den Augen der Betroffenen zu zeigen.

Amerika, Deutsches Theater Regisseur Dušan David Parízek verzichtet auf das surreale Ambiente, das Kafkas Werk sonst stets umgibt. Er erzählt Kafka mit einem ungewohnten Realismus wie eine gescheiterte Aufstiegsgeschichte.

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