Thalia

Zuletzt besprochen

Herzzentrum Nachtkritik: " Herzzentrum I-IV – Das Thalia Theater Hamburg schaut mithilfe von Navid Kermani in den Bewusstseinsstrom im Inneren des Theaters - Mäuse auf der Probebühne oder Dinge tun, die man zuhause nicht macht..."

Platonow „Langweilig!“ – „Jetzt schon?“ Dieser kleine Dialog zu Beginn eines Tschechow-Stückes sorgt schon für wissende Lacher im Publikum. Doch langweilig wird es erst einmal nicht in Jan Bosse Platonow-Inszenierung am Thalia Theater. Bühnenbildner Stephane Laimé hat das Gut der Familie Wojnizew in einen Zirkus-Wohnwagen verlegt. Auf engstem Raume stellen sie hier ihren noch verbliebenen Luxus aus: Stilmustertapete, Rüschengardinen, Hirschgeweihe, goldenes Mobiliar. Unausweichlich dicht kommen sich die Neurosen, ...

Ballet Revolución Abendblatt: Die Wilden Kerle aus Havanna im Thalia-Theater - Heiß, dieser Abend: Im ausverkauften Thalia-Theater bringt die kubanische Tanz-Truppe Ballet Revolución den Saal gehörig zum Brodeln...."

Dantons Tod Ein grummelnder Elektro-Rock-Teppich dröhnt. Nebelschwaden qualmen. Ein Feuer lodert. Die riesige, offene Weltkugel dreht sich, von rennenden, keuchenden Menschen angetrieben. So stark beginnt Jette Steckels Inszenierung von „Dantons Tod“ am Thalia Theater. Später hockt Danton oben auf der Weltkugel und träumt, dass er die Macht zur Weltgestaltung besitze könnte. Doch da weiß er schon, dass sein Projekt der Revolution für die Armen gescheitert ist. Fünf Jahre nach dem Sturm auf die Bastille haben sich neue Nutznießer etabliert,...

Körber Festival Der Sieger des Festivals ist gefunden: Malte C. Lachmann hat mit seinen mutigen "Schwarzen Jungfrauen" den ersten Preis gewonnen. Die Jury lobte, dass er es gewagt habe, das bisher verschmähte Genre der leichten Revue mit den aggresiven textlastigen Monologen wütender Muslima Zaimoglus vereinigt zu haben. Ein Unterfangen, das von jedem zuvor Befragten sicher als undurchführbar eingeschätzt worden wäre, hat Lachmann zu einem durch und durch stimmigen Erlebnis werden lassen. Die kontrapunktischen Parts hätten sich gegenseitig wider Erwarten nicht negiert sondern befruchtet. Das sei eine preiswürdige Leistung, die alle anderen, ebenfalls viel gelobten Inszenierungen übertreffen würde. (Foto by Krafft Angerer)

Der Kirschgarten Minutenlanges Schweigen unter einem Bühnenhimmel aus Mondlampen. Aufgereihtes Sitzen der Personen am Bühnenrand. So scheinbar ereignislos beginnt die Kirschgarten-Inszenierung von Perceval am Thalia Theater. Dennoch ist sie alles andere als langweilig. Perceval hat ein Kirschgarten-Extrakt gebraut, das es in sich hat. Er hat viel Text gestrichen. So hat er konsequenterweise Personen, die wenig zu sagen und dennoch viel geredet haben, schweigen und als Staffage auf ihren Stühlen sitzen lassen. ...

Der Kirschgarten Minutenlanges Schweigen unter einem Bühnenhimmel aus Mondlampen. Aufgereihtes Sitzen der Personen am Bühnenrand. So scheinbar ereignislos beginnt die Kirschgarten-Inszenierung von Perceval am Thalia Theater. Dennoch ist sie alles andere als langweilig. Perceval hat ein Kirschgarten-Extrakt gebraut, das es in sich hat. Er hat viel Text gestrichen. So hat er konsequenterweise Personen, die wenig zu sagen und dennoch viel geredet haben, schweigen und als Staffage auf ihren Stühlen sitzen lassen. ...

Die Verschwundenen Der Duft von Anarchie umgab den Stadtteil Altona einst. Doch das ist jetzt vorbei. Wo die letzte Metzgerei dem weiteren Cafe, der letzte Konditor dem x-ten Billigschuhladen gewichen ist, wo die Aktien des Stadtteils klar nach oben weisen und immer mehr Gewinn versprechen hat Widerstand keinen Platz mehr. Gentrifizierung ist in aller Munde. Nun auch in Rocko Schamonis. ...

Quijote. Trip zwischen den Welten Quijote, der alternde Ritter zieht in die Welt hinaus. Er streitet für die Macht der Fantasie. „Die Realität interessiert mich null komma null.“ Er erfindet eine neue Welt und sucht Mitstreiter, die wie er nichts auf vermeintliche Werte geben. Am Schluss muss er erkennen: „Ich glaube wir sind nicht gemacht für diese Zeit.“...

One small radio Wie ein weiblicher Charlie Chaplin wackelt Maja hinter der Leinwand auf der Bühne. Sie will die Aufnahmeprüfung als Mensch bestehen, und zwar als weibliche Ausführung. Nur noch eine einzige Rolle als Frau ist gerade zu besetzen. Sie nimmt sie an und findet sich an der Nahtstelle zwischen Schlaghammer und Publikum, an der Grenze zwischen Realität und Fantasie wieder. ...

One small radio Wie ein weiblicher Charlie Chaplin wackelt Maja hinter der Leinwand auf der Bühne. Sie will die Aufnahmeprüfung als Mensch bestehen, und zwar als weibliche Ausführung. Nur noch eine einzige Rolle als Frau ist gerade zu besetzen. Sie nimmt sie an und findet sich an der Nahtstelle zwischen Schlaghammer und Publikum, an der Grenze zwischen Realität und Fantasie wieder. ...

Made in Paradise Der letzte Programmpunkt der diesjährigen zweiwöchigen Lessingtage war zugleich ihr Höhepunkt: „Made in Paradise“ von Yan Duyvendak, Omar Ghayatt und Nicole Borgeat führte exemplarisch vor, wie Blicke über den kulturellen Tellerrand zu einem Mehrgewinn an Erkenntnissen führen kann. In ihren fünf Fragmenten, die sich das jeweilige Publikum des Abends aus einem Angebot von zwölf Szenen in offener Wahl aussuchen kann, legen sie gängige Vorurteile bloß, zeigen Möglichkeiten der Begegnung, geben Einblicke in andere Lebenswelten, spiegeln eigene und Klischees der Zuschauer und plädieren unaufgeregt für Toleranz und Respekt.

WildeWeiteWeltSchau Rainald Grebe war auf Reisen. Er bereiste so wichtige Eckpunkte der Welt wie die Lausitz, Afrika, Indien, das Emsland, Grönland, und jetzt auch Hamburg. Der vielseitig begabte Entertainer brachte seine Reiseeindrücke in seiner „WildeWeiteWeltSchau“ mit. Ob die einspielten Videos aus You-Tube, Skype oder eigenen Aufnahmen gespeist wurden, spielte dabei kaum eine Rolle. Denn Grebe benutzt eh nur Klischees...

Radical wrong Die jungen Leute stürmen in die Publikumsränge und ziehen einen Zuschauer mit auf die Bühne. Nachdem sie alle blitzschnell hinter der Bühne verschwunden sind, steht dieser verunsichert einen Moment im Licht der Aufmerksamkeit, um sich dann wieder auf seinen Platz zurück zu ziehen. Gewohnte Muster des Zuschauens und des Angeschautwerdens werden hier in Frage gestellt. Keiner der Zuschauer darf sich bei der Brüsseler Company „Ultima Vez“ von Wim Vandekeybus in Sicherheit wiegen. ...

In Ongenade David hat sich zu verantworten. Der Professor der Universität Kapstadt hat sich in eine Affäre mit einer Studentin gestürzt. Er verliert sein Amt und zieht zu seiner Tochter auf ihre Farm. Dort muss er miterleben, wie seine Tochter im Zuge eines Überfalles durch Schwarze vergewaltigt wird. J.M. Coetzee hat einen großen Roman über Scham, Schuld, Rache, Vergebung und Vergangenheit geschrieben, für den er den Booker-Preis erhielt.

Berlin Elsewhere Megalopolis war der große Hit der Lessingtage im letzten Jahr. Die Choreographie von Constanza Macras fegte über die Thalia-Bühne und lieferte eindrückliche Bilder zur Vielfältigkeit und zum Chaos in den Megacities dieser Welt. So waren die Erwartungen für das diesjährige Gastspiel ihrer Truppe Dorky Park hoch. ..

Golgota Picnic Kein Skandal Hält die Musik Haydns einem Chaos aus Burgern, Melonen, Dreck, Wasser, Farbe, Schmiere, Gel, Kleidungshaufen, Bildern und Worten stand? Regisseur wagt das Experiment. Nachdem er einen Müllhaufen der Zivilisation im Laufe der ersten eineinhalb Stunden auf der Bühne angerichtet hat, im Verlauf derer keiner der Darsteller sauber und angezogen geblieben ist und kein Fleckchen der Bühneneinrichtung unzerstört geblieben ist. ..

Emilia Galotti Die Freiheit scheint heute grenzenlos. Von allen Zwängen befreit ergeht sich die heutige Gesellschaft in Individualismen, Selbstverwirklichungen, Unabhängigkeiten und in Einsamkeiten. Wie anders war doch Emilia Galottis Lebenshaltung im 18. Jahrhundert, von der der Aufklärer Lessing in seinem gleichnamigen Drama erzählt. Die fromme Emilia (Franziska Hartmann) ist eine schöne Frau. Der Prinz (Thomas Niehaus) hat es auf sie abgesehen. Kurzerhand lässt er ihren Verlobten beseitigen um sie zu bekommen. Dass er dafür seine Helfershelfer die Drecksarbeit machen lässt, macht die Sache nicht moralischer. ...

Emilia Galotti Die Freiheit scheint heute grenzenlos. Von allen Zwängen befreit ergeht sich die heutige Gesellschaft in Individualismen, Selbstverwirklichungen, Unabhängigkeiten und in Einsamkeiten. Wie anders war doch Emilia Galottis Lebenshaltung im 18. Jahrhundert, von der der Aufklärer Lessing in seinem gleichnamigen Drama erzählt. Die fromme Emilia (Franziska Hartmann) ist eine schöne Frau. Der Prinz (Thomas Niehaus) hat es auf sie abgesehen. Kurzerhand lässt er ihren Verlobten beseitigen um sie zu bekommen. Dass er dafür seine Helfershelfer die Drecksarbeit machen lässt, macht die Sache nicht moralischer. ...

Three Kingdoms Das vereinigte Europa – ein Mythos, eine Illusion oder eine Realität? Ist Verständigung möglich? Die allseits bekannten Krisen werfen einige Fragen auf. Aufklärung tut not. Detective Inspector Ignatius Stone (Nick Tennant) geht diesen Fragen in seinem Arbeitsbereich nach. Er ermittelt in einem Mordfall. ...

Quijote Premiere im Thalia Theater - Abendblatt: "Ein Ritter von bezaubernder Gestalt"

My Life As A Terrorist Hans-Joachim Klein ist eingesperrt im Gefängnis seiner Vergangenheit. Dreißig Jahre hat er gebraucht, um Verständnis für sich und seine Geschichte aufzubringen. In einem Buch hat er sie verarbeitet: „Rückkehr zur Menschlichkeit“ hat er es genannt. Hans-Joachim Klein gehörte zur Frankfurter Sektion der Raf. Als ungebildeter Maschinenschlosser sah er in der alternativen Revoluzzer-Zelle seine Ersatz-Familie. Hier fühlte er sich anerkannt und wichtig. Er hatte eine Funktion, zum ersten Mal in seinem Leben. ...

My Life As A Terrorist Hans-Joachim Klein ist eingesperrt im Gefängnis seiner Vergangenheit. Dreißig Jahre hat er gebraucht, um Verständnis für sich und seine Geschichte aufzubringen. In einem Buch hat er sie verarbeitet: „Rückkehr zur Menschlichkeit“ hat er es genannt. Hans-Joachim Klein gehörte zur Frankfurter Sektion der Raf. Als ungebildeter Maschinenschlosser sah er in der alternativen Revoluzzer-Zelle seine Ersatz-Familie. Hier fühlte er sich anerkannt und wichtig. Er hatte eine Funktion, zum ersten Mal in seinem Leben. ...

Eine amerikanische Umnachtung Randy Newman ist ein kritischer Zeitgenosse. Seine Lieder sprechen von genauer Beobachtungsgabe der amerikanischen Gesellschaft und mancher ihrer Fehleinwicklungen. Das hat sich ein Teil des Thalia-Ensembles zum Anlass genommen, mit Hilfe seiner Songs ebenfalls kritische Anmerkungen zu den USA los zu werden.

Insektarium Eine Fliege ist die beste Freundin der Ehefrau. Ein Zimmer fliegt als Geliebter mit dem Ehemann in den Abendhimmel. Autor Gert Jonke schlägt in seiner Beobachtung von Menschen und Insekten der Realitätswahrnehmung oft ein Schnippchen. So trägt das Zimmer hier Anzug. ..

Blind date „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt“, meint Janna, „lass uns noch einmal von vorne anfangen“, und dreht auf dem Absatz wieder um. Immer wieder werden Janna und Don ihre Szene wieder auf Anfang drehen. Und zwar im doppelten Sinne. Ihre inszenierten „Blind Dates“ sind ein Versuch einen Neuanfang in ihre in die Sackgasse geratene Beziehung zu versuchen.

Blind date „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt“, meint Janna, „lass uns noch einmal von vorne anfangen“, und dreht auf dem Absatz wieder um. Immer wieder werden Janna und Don ihre Szene wieder auf Anfang drehen. Und zwar im doppelten Sinne. Ihre inszenierten „Blind Dates“ sind ein Versuch einen Neuanfang in ihre in die Sackgasse geratene Beziehung zu versuchen.

Raub der Sabinerinnen Zum Schluss gibt es ein Happy-End auf dem riesigen roten Sofa. Die wahre Liebe hat gesiegt. Sowohl die Liebe zwischen den Eheleuten Striesel als auch ihre Liebe zum Theater. Ein langer Kuss verbindet das Theaterdirektorenehepaar auf dem Kussmundsofa.

Faust I + II Ausweitung der Spielzone: Stemanns Faust-Marathon im Thalia

Aptal, Siradan ve Suclu Klischees leben davon, durch viele Beiträge immer wieder Nahrung zu bekommen. Umso spannender wird es, wenn sie einmal so wirkungsvoll durchbrochen wurden wie am Dienstag in der Gaußstraße. Das Theaterkollektiv „Oyun deposu“ aus Istanbul lieferte mit ihren Küchengesprächen dreier Frauen den Beweis, dass es in der Türkei nicht nur ein Rollenmodell, wie in Deutschland häufig kolportiert, gibt.


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der Spielzeiten 00/01 bis 10/11


Entlang der Gräben, Lessingtage
Performing Embassy of hope, Thalia

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