Thalia

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Die Möwe nachtkritik: "Die Möwe – Leander Haußmann taucht Anton Tschechows Künstlerdrama am Thalia Theater Hamburg in Kunstkerzenlicht..."

Festival 150% Die beiden Darsteller Jean Paul Baeck und Jonas Baeck, die auch im wirklichen Leben Brüder sind, sind Meister im sekundenschnellen Wechsel zwischen Slapstick und Ernst, zwischen brüderlichen Rangeleien und tiefgehenden Sinndiskussionen, zwischen greller Übertreibung und stiller Anrührung...

Die Gruppe Lampedusa Nun lässt der letzte Abend der diesjährigen Lessingtage, die der Intendant Joachim Lux in seiner Eröffnungsrede mit einem besonderen Augenmerk auf Afrika verband, die philosophischen Fragen des Festivals unsanft auf den Boden der realen Umsetzung in Hamburg aufprallen...

fi'lo:tas Lessingtagebuch: "Jana Schulz‘ Spiel hat eine Intensität, die verstört. Das ganze Elend des gefangenen Menschen wird gegenwärtig..."

Desh thestar: "Desh is Akram Khan's intensely personal account of a vulnerable human being struggling to find his sense of place, his physical and emotional home..." (by Richard Haughton)

Rosa Yassin Hassan Rosa Hassan setzt auf den politischen Demokratiewillen ihres Volkes. Derweil will sie dem nachgehen, was sie am besten kann: Dem Schreiben...

Vendung tsu Got Yossel Rakover malt mit Kreide ein Gesicht auf seinen alten braunen Koffer, stellt ihn aufrecht ans Kopfende seines rostigen Bettgestells und beginnt sein Zwiegespräch mit Gott...

The Table Führt der Puppenspieler die Puppe oder sie ihn? Bis zum Schluss bleiben diese Fragen offen, zu perfekt ist die Illusion, die diese tollen Philosophen des Puppenspiels aus London beim Hamburger Gastspiel erschaffen haben...

Gottes kleiner Krieger Die Regisseure Jarg Pataki und Viola Hasselberg wollten den kulturellen Brückenschlag gerne perfekt machen. Nicht nur einen indischen Roman um extremistisches Gedankengut sondern auch die Darbietungsform des Bollywood Musicals wollten sie auf die Bühne bringen...

Julia Sie ist reich, schön und weiß. Er ist arm, attraktiv und schwarz. Sie verführt ihn. Er lässt sich zunächst widerwillig darauf, gewinnt jedoch dann immer mehr Spaß an seiner neuen Macht. Als sie schließlich merkt, auf welch gefährliches Spiel sie sich eingelassen hat, ist es schon zu spät für eine Umkehr...

NYA Wenn neun algerische HipHop-Dancer den Bolero von Ravel tanzen, verspricht das neue Seherfahrungen. Diese Erwartung erfüllt die Zusammenarbeit des französischen Choreographen Abou Lagraa mit den ehemaligen, südafrikanischen Straßentänzern voll...

Spiel Zigeunistan Rahul Chakraborty spielt Helmut und Thomas nicht nur mit einer ungeheuerlichen körperlichen Energie sondern auch mit einer Überzeugungskraft, der man in jeder Sekunde ihre Authensität glaubt. Ein kurzes, intensives und wichtiges Stück, das die Schließung von Bildungslücken neu definiert....

Ein Russe ist... Mascha ist wahlweise eine Jüdin, eine Deutsche, eine Russin oder eine Aserbaidschanerin. All die Zuschreibungen, die ihr begegnen, erleichtern ihr das Finden einer Heimat nicht. So versucht sie das Beste daraus zu machen, ihr Leben offen zu halten und dennoch nicht den Halt zu verlieren...

Die Ratten Jette hat nun ihr Ziel erreicht: In schickem Kostüm, mit schleifgelackter Einbauküche und zurückgekehrtem Ehemann will sie jetzt endlich in die Gewinnzone ihres Familienlebens eintreten. Doch die Basis ist instabil...

Festzeitstory Den Deutschen sagt man nicht gerade nach, dass sie die Meister beim Feiern sind. Dankeswerter weise hat es sich die „Groupe della Fête“ unter der Regie von Maria Ursprung zur Aufgabe gemacht ganz nüchtern (wenigstens zu Beginn des Abends) ihren Erforschungen der deutschen Feierkultur nachzugehen ...

Bye bye Hamburg Die alten Koffer werden ordentlich ins Regal gestapelt. Auf ihnen stehen die Namen und ihre Ausreisedaten. Von Hamburg sollte es losgehen ins gelobte Land der Freiheit. Ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem es dreimal am Tag Fleisch gibt und nichts geflickt werden muss...

Hanumanns Reise nach Lolland Das Regieteam Tilit Ojasoo und Ene-Liis Semper des estnischen Theaters NO99 hat in Hamburg schon etliche Kostproben seines Könnens gegeben. Doch dieses Mal sind sie in ihrem Wunsch, ihrem Publikum ihre Botschaften mit allen Sinnen zu vermitteln, übers Ziel hinausgeschossen.

Jedermann Hochmair spielt, redet, singt und tanzt um sein Leben. Er ringt mit dem Tod mit all seiner Kraft. Der Jedermann sieht in seiner stimmgewaltigen Begleiterin zunächst nur das ihm gebührende, schmückende Beiwerk zu seiner Show. Sie gibt perfekt die glitzernde Verführerin. Die Erkenntnis kommt sehr schleppend: Sie ist die eigentliche Machthaberin in diesem Spiel...

König Lear Simons entkleidet den Menschen aller äußeren Fassade und zeigt ungeschminkt die Gewalt, die Rachegelüste, den Wahnsinn und die Rohheit, die darunter zum Vorschein kommt. ...(Foto: Julian Roeder)

Onkel Wanja Tschechow kann witzig sein. Das bewies Hartmann mit seiner Inszenierung von „Onkel Wanja“ am Burgtheater, die jetzt auf dem Theaterfestival zu Gast war. Sie beginnt mit einem Knalleffekt...

Moby Dick Kein Schiff, kein Wal, keine Takelage, kein Himmel ist auf der Bühne zu sehen. Nur acht Männer in schwarzer Kleidung auf schwarzer Bühne. Und dennoch wird der Zuschauer bald ein Schiff, einen Wal und das Meer zu sehen glauben.

Rum & Wodka Der junge Mann hat in der Freiheit gebadet. Er stürzt sich voller Lust wie die Kinder bei Ikea ins Bällebad, das in der Mitte des Nachtasyls aufgebaut ist. Er habe viel „Scheiße“ gebaut, nennt er das. Alkohol, Kumpel und Frauen waren sein Zeitvertreib. Doch jetzt mit 24 ist alles ganz anders: ...

Brüder Karamasow Kann man schuldlos schuldig werden? Zählt der Wunsch zu einer Tat schon so viel wie ihre Ausführung? Entkommt man der Schuld, wenn aus der Tat keine schwerwiegenden Folgen erwachsen? Ist alles erlaubt, wenn es keinen Gott gibt? Ist die Unsterblichkeit der Seele Voraussetzung für Verantwortung? Gibt es Liebe?

Annes Schweigen Die Produktion vom Theater unter Dach aus Berlin wagt sich an ein heißes Eisen. Aus offizieller türkischer Sicht hat es keinen Völkermord an den Armeniern gegeben. Aus armenischer steht er zweifelsfrei fest. Aus deutscher Sicht übt man sich in vornehmer Zurückhaltung...

Lenz-Thalia Sprenger will mit keinerlei Mätzchen von der Kraft des gesprochenen Wortes ablenken. Er vertraut ganz des ausdrucksstarken Sprache Büchners. Einzig die Töne, die Christoph Bantzer dazu seinem Klavier entlockt und die Liedklänge, die die Souffleurin beisteuert, duldet er als zarte Verstärkung.

Moby Dick dpa: "Für seine unterhaltsame, zweieinhalb Stunden dauernde Version des Klassikers von Herman Melville erhielt der 29-jährige Shootingstar am Freitagabend im Hamburger Thalia-Theater langanhaltenden Applaus. ..."

Räuberhände Zum Schluss sitzt Janik wieder wie zu Beginn auf einem Stuhl, doch diesmal reichen seinen Füße auf den Boden und er wünscht sich nur noch: „Zurück zu Mutti“. In der Abgrenzung zu all dem Fremden, dem er in Istanbul begegnet ist, kann er nun in einem Reihenhaus, Müsli am Morgen, Grillwurst am Abend und einer Haftpflichtversicherung eine geradezu traumhafte Lebensperspektive sehen...

Geschlossene Gesellschaft Hier fehlt doch einer! Wo ist denn der Folterknecht? Das fragen sich die Ankommenden. Doch es wird sich herausstellen: Die Personage ist komplett. Denn die Hölle, das sind die Anderen in „Geschlossene Gesellschaft“ von Jean Paul Satre...(Foto: Nino Herrlich)

Mayumana Die Tänzer sind gleichzeitig Sänger, Trommler, Beatboxer, Artisten und Gitarristen. Sie können einfach alles und verbreiten dabei eine geballte Energie und Lebensfreude, als wenn ihr Dauereinsatz auf der Bühne mit großer Leichtigkeit zustande käme. Obwohl alles perfekt durchgestylt ist, wirkt alles ungekünstelt, sympathisch und leicht. ..(Foto by Nils Böhme)

Kleinbürger Steckel wagt das Theater wieder als Ort des gesellschaftspolitischen Aufrufs zu inszenieren, wenn auch nur durch Nil. Ihr wird natürlich klar sein, dass sich die Zuschauer nach dem Schlussapplaus eher ein Beispiel an den übrigen Bessemjonows nehmen und in ihre eigenen kleinen Problemwelten zurückkehren werden....


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der Spielzeiten 00/01 bis 10/11


Tatjana, Hamburgballett
Entlang der Gräben, Lessingtage

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