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Vögel

Vögel
Gefiederte Freunde

Die Elfen haben sich dieses Jahr gefiederte Freunde gesucht: „Die Vögel“ frei nach Aristophanes. Das Gaunerpärchen Pisthethairos (Jose Montana) und Euelpida (Saskia Junggeburth), aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoßen, macht sich auf der Suche nach neuen Lebensräumen und landet in der Welt der Vögel. Schnell haben sie mit gut platzierten Argumenten die gefiederten Gesellen von ihrer eigentlichen Überlegenheit gegenüber den zurzeit herrschenden Göttern überzeugt und ihren berechtigten Herrschaftsanspruch bekräftigt. Nicht ganz uneigennützig. Denn auch sie wollen ein neues Heim in „Wolkenkuckucksburg“ beziehen und sich vor dem Einflussbereiche der allzu mächtig gewordenen Götter schützen.
Die launig bearbeitete Vorlage des griechischen Dichters findet bei den Elfen im Park unter der bewährten Regie von Gabriele Erler ein ganz neues Gewand. Heiter, spritzig und um witzige Gesangseinlagen nie verlegen machen die Elfen auch dieses Jahr wieder eine alte Vorlage zu einem modernen Gleichnis auf die heutige Gesellschaft. Die derweil picknickenden Zuschauer haben die freie Wahl: Sie dürfen sich gerne einfach nur bestens unterhalten fühlen oder auf dem Nachhauseweg ein wenig ins Nachdenken über unsere ach so sicher geglaubte Ordnung der Dinge ins Nachdenken geraten.
Birgit Schmalmack vom 4.8.07

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