Funk Styles
Funk Stylez
Tolle Show ohne Showallüren
Eine große Fangemeinde ist zur letzten Aufführung des zweiten Teiles von Stompin’ on the blues – Funk Stylez“ ins Sprechwerk gekommen. Bis auf den letzten Platz ist die Bühne beim Berliner Tor besetzt. Es hat sich herumgesprochen: Hier wird professionelles Tanztheater vom Feinsten geboten.
Johnny Lloyd hat sich mit Vadim Bauser auf Spurensuche in die Tanzszene der 80-ziger begeben. Da sie ausgefeilte Tänzer sind, die jede Muskel ihrer durchtrainierten Körper beherrschen, bekommen die Zuschauer einiges geboten: Breakdance mischt sich mit Hip-Hop. Popping wird zum Robot-Dance. Moonwalk begegnet Ballett. Mutig werden die Stile gemischt und zu neuen Tanzsequenzen arrangiert. Der Sinn für Ironie kommt bei dem tänzerischen Ernst nie zu kurz. Immer wieder die großen Posen spielerisch zitiert, um sie dann mit einem Lachen abzutun. Show zu machen haben diese Tänzer nicht nötig.
In einer filmischen Einspielung erzählen die Beiden, wie ihre Beziehung zum Tanzen begann und sich entwickelte. Schnell wird klar: Den Part-Time-Tänzer gibt es nicht. „Erst wenn ich tanzen kann, fühle ich mich wohl.“ Lloyd macht deutlich: Ohne ständiges Training wird man kein Tänzer.
Genau diese Begeisterung riss die Zuschauer mit. Ihr lang anhaltender Beifall veranlasste die Tänzer zu etlichen Zugaben. Schon jetzt darf man gespannt sein auf den dritten Teil, an dem Lloyd jetzt schon arbeitete. Ab August soll er seine Premiere im Sprechwerk feiern, stellte Theaterleiter Andreas Lübbers in Aussicht.
Birgit Schmalmack vom 21.1.07
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