Backstage Festival
Backstage Festival
Hilft hartnäckiges Wünschen?
Bin ich einzigartig? In welche Richtung wird mein Leben gehen? Werde ich glücklich sein?
Viele Fragen haben die Jugendlichen. Sie stellen sie zaghaft, flüsternd, wütend, schreiend, zweifelnd und fordernd. Sie wollen ihr Leben in den Griff bekommen, es gestalten und zwar auf ihre ganz eigene Art, mit ihren besonderen Talenten. Doch können sie überhaupt für sich in Anspruch nehmen etwas Einzigartiges zu sein? Nachdem sie von ihren Stühlen, die an den Wänden des Malersaales entlang aufgestellt wurden, herabgestiegen sind und ihr Gesicht nicht mehr der Wand zuwenden sondern nach vorne blicken, suchen sie gemeinsam nach Antworten. Diese kann es nur im Ausprobieren, im Erproben, im Machen geben. So stürzen sie sich voller Elan ins Spiel.
Da grübelt Julia über die Einzigartigkeit von Grashalmen. Vielleicht seien sie ja in etwa so einzigartig wie die Menschen? Da glaubt Chenk fest daran, dass er der umjubelte Pianisten- King werden wird, dem die Mädchen zu Füßen liegen. Da fühlt sich einer als Leo Paradiso, der eine erfolgreiche Show hat, deren einziger Inhalt es ist, zu zeigen, dass „wir uns alle so lieb haben“. Da wünscht sich der einsame Florian eine Maschine, mit der er sich den idealen Freund erschaffen kann.
Mit viel Witz, Geschick und Klugheit haben Hanna Müller und Pia Händler den jungen Darstellern die Spielszenen auf den Leib geschrieben. Sie berichten von den Fragen, Sorgen, Ängsten und Hoffnungen der Jugendlichen. Für alle haben sie Raum zur Einzeldarstellung geschaffen und außerdem geschickt die große Gruppe genutzt, um mit viel Musik, schnellen Schnitten und mitreißender Spielfreude ein überaus kurzweiliges und dabei hintergründiges Stück zu präsentieren.
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