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Victor

Victor/Victoria
Lust am Rollentausch
Eine Frau (Maike Kircher), die vorgibt ein Mann zu sein, um auf der Bühne eine Frau zu spielen. Auf die geniale Vermarktungsidee kommt der schwule, erfolglose Toddy (Hans-Jörg Frey), als er die mittellose Opernsängerin Victoria kennen lernt. Kurzerhand wird aus der Frau der Graf Victor Grazinski aus Polen. Die Beiden haben im Paris der 30ziger Jahre Erfolg. Der reiche und einflussreiche King Marchand ist von der Sänger/In fasziniert – wider Willen, denn er muss ja glauben sich in einen Mann zu verlieben. Schon zweifelt er an seiner sexuellen Orientierung, als endlich Victoria die Fakten ihm gegenüber offen legt. Dass sie aber, um mit ihm als ein Paar zu leben, ihren Beruf aufgeben muss, macht der Frau, die gerade Lust an ihrer finanziellen Selbstständigkeit gefunden hat, schwer zu schaffen.
Dieser Strang der erfolgreichen Film- und Broadwaykomödie mit Julie Andrews und James Gardner in den Hauptrollen lässt auch auf der Bühne des Altonaer Theaters auf unterhaltsame Weise die Vorurteile gegenüber Homosexuellen hinterfragen. Die Tanz- und Gesangseinlagen sind geschickt choreographiert. Die Fadenvorhänge schaffen mit wenigen Handgriffen immer wieder neue Räume. Das Viermann-Orchester unter Matthias Stötzel sorgt für den richtigen Sound. Doch Regisseurin Ulrike Grote hätte die Rolle des dummen Blondchens an Kings Seite etwas weniger tief in die Klischee-Kiste greifen lassen sollen. Dann wäre das Vergnügen an diesem Abend noch größer gewesen.
Birgit Schmalmack vom 29.12.09

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