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Schwestern

Schwestern
Tod als Teil des Lebens
Lass uns Ausschimpfen spielen! Nur wenn du mich heute einmal gewinnen lässt. Doch Mathilda bleibt hart. Auch bei ihren nächtlichen Treffen in ihrem Schlafzimmer will sie keine Ausnahme für ihre jüngere Schwester Zus machen. Doch ihre Zusammenkünfte, die Mathilda seit Wochen am Schlafen hindern sind ungewöhnlich. Denn Zus ist tot. Sie ist vor vierzig Tagen von einem Zug überfahren worden. Seitdem besucht sie ihre Schwester jede Nacht. Sie will ihr damit helfen, doch erreicht ersteinmal, dass die Eltern Mathilda einen Termin bei einem Psychologen besorgt haben.
Sanam Afrashteh und Kim Pfeiffer spielen die beiden Mädchen gekonnt an der Grenze zwischen Ausgelassenheit und Trauer. Sie tanzen unbeschwert miteinander, denken sich Geschichten aus und necken sich ungezwungen im kindlichen Spiel. Dabei scheuen sie nicht davor zurück schmerzende Wahrheiten ungeschminkt auszusprechen. Diese Offenheit erlaubt ihnen einen Umgang mit dem Tod, den die Erwachsenen fürchten. So kann Mathilda Zus am Ende gehen lassen und endlich in den wohl verdienten Schlaf fallen.
Der niederländische Autor und Regisseur Theo Fransz hat eine Inszenierung voller Wärme, Poesie und Humor auf die Bühne des Theaters in der Basilika gebracht, die unverkrampft vom Thema Sterben erzählt.
Birgit Schmalmack vom 8.10.08

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