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Venus im Pelz, Theater Das Zimmer
How Goes The World, Thalia
Trifles und American dream, Audimax
As you want it, UP, Motte
Arme Arme Reiche Reiche, Lichthof
Jungle Book, reimagined, Thalia
Niemandes Schwester, Thalia
Akins Traum, Thalia
Underground Girls, Thalia
Blind runner, Thalia
Die Wanze, Thalia
Die Trauer des Dämons, Thalia
Romy
Auf nach München! Die erste Filmrolle! Romy, das siebzehnjährige süße Mädel aus Berchtesgarden beginnt ihre Filmkarriere. Immer von der Mutter Magda Schneider gecoacht und streng überwacht. Erst viele Jahre später gelingt es ihr, sich von ihr abzunabeln und nach Paris zu ziehen. Hier bekommt ihre Karrierekurve zwar einen empfindlichen Knacks, sie wird aber dafür durch eine heftige Liebesgeschichte mit Alain Delon entschädigt. Viele weitere sollen folgen. Romy lebt das Leben intensiv. Sie wollte sich als emanzipierte Frau erleben, die ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen selbst bestimmt ausschöpft. Das Auf und Ab der Gefühle schöpft sie auch für ihre Filmrollen aus, dessen Partner nicht selten auch Liebespartner werden. Dazu sagt sie: „Wenn in Hollywood keiner mehr mit einem Ex-Partner drehen würden gebe es bald keine Filme mehr.“
Bald ist sie ständiger Gast in den Klatschspalten der Boulevardpresse. Paparazzis werden ihre immer währenden Begleiter.
Chris Pichler zeigt Romy aus der Selbstperspektive anhand von autobiographischen Texten: Briefe, Tagebucheinträge und Interviewauszüge montiert sie zu einem Monolog, der das 43-jährige Leben von Romy abbildet. Ihr Leiden unterm Stempel „Sissi“, dass ihr ein Arbeiten in Deutschland unmöglich möchte und nach Amerika und Frankreich trieb, wird deutlich. Jeder Film ist eine Wette auf einen Erfolg
Sie lebte ein an Emotionen und Erfahrungen übervolles Leben. Diese Frau hatte Mut zum Risiko des Scheiterns. Doch erst die Liebe zu ihrem Sohn, der an einem Autounfall stirbt, lässt sie so tief einbrechen, dass sie keine Kraft mehr findet, um aus dem Loch wieder herauszukommen. Pichler spart die direkte Außensicht auf Romy aus. Das ist konsequent, denn diese Fremdzuschreibungen hatte sie während ihres Lebens schon genug erfahren müssen.
Birgit Schmalmack vom 26.6.10
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