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Eckermanns Nächte

Eckermanns Nächte
Wer ist dieser Eckermann?

„Ich bin einzigartig, nur merkt das leider keiner außer mir“. Eckermann, der stille Sekretär Goethes, bewundert den Dichterfürst. Er liebt es Anteil an Goethes gesellschaftlichem und geistigem Reichtum zu haben, leidet aber gleichzeitig darunter, dass er daneben arm wirken muss. Seine eigenen Gedichte werden von dem Dichterfürsten nur müde belächelt. Auch bleibt sein Schwärmerei für die blutjunge schöne Schauspielerin Auguste ohne Erwiderung. Doch lieber ein Traum, als den bodenständigen Kompromiss! Seine langjährige Verlobte Hannschen wartet schon seit Jahren vergeblich auf einen Antrag von „ihrem Ecker“.
Dennoch wird es dieser stille zurückhaltende Träumer schaffen, dass sein Name der Nachwelt in Erinnerung bleiben wird. Das ist seinen getreulichen Aufzeichnungen der Gespräche mit Goethe zu verdanken.
Regisseur Dieter Seidel hat im Theater N.N. dem bescheidenen Mann im Hintergrund einen Theaterabend gewidmet. Er findet seine höchst persönliche Antwort auf die Programmankündigung gestellten Frage: Wer ist dieser Eckermann? Er zeigt einen wunderlichen, verträumten Schreiber, der mit 40 Vögeln in einer Stube lebt und verzweifelt um eine Individualität neben dem Genie ringt. Martin Dreisler gibt ihm eine sympathische, leicht tollpatschige Note. Ihn umschwirrt die wandlungsfähige, ausdrucksstarke Anabelle Krieg, die in sechs verschiedenen Rollen sein Gegenüber spielt.
Birgit Schmalmack vom 7.1.08

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