Westend, Kammerspiele Regisseur Carlo Ljubek begegnet der Klischeefalle dieses Lebens unter der Wohlstands-Schutzfolie, die Löcher bekommt, sehr geschickt. Seine Bühne ist wie eine Versuchsanordnung gestaltet. Das große, weiße, leere Podest dient als Begegnungsfläche für die wechselnden Paarkonstellationen. Sind sie gerade nicht involviert, nehmen sie auf den hinteren Treppenstufen Platz.    Der Fall Furtwängler, EDT Ein tolles, höchst aktuelles Stück, das die Wichtigkeit von Kunst in politisch aufwühlenden Zeiten anmahnt und damit letztendlich Furtwängler doch widerspricht: Kunst sollte sich ihrer politischen Verantwortung immer bewusst sein.    Italienische Nacht, Thalia Ansonsten benötigt die Bühne nur eine Drehung und die Szenerie hat sich völlig verändert. Statt des Keyboard-Trios steht eine Rechtsrock-Band auf dem Podest in der Gaststube. Statt italienischer Schmuse-Schlager ertönt neonazistischer Black-Metal. So nah ist die Gefahr, auch wenn sich die bürgerliche Welt noch in Sicherheit wiegen will.    The man from earth, UP Unter der Regie von Julian Gebhardt wird aus dem Text, der nur an einem Ort mit immer denselben Personen spielt und fast ausschließlich aus Konversation besteht, ein überaus interessantes Kammerspiel.